ÄRGER IM PA(A)RADIES


BEHUTSAMKEIT
BEHUTSAMKEIT

 

In der tiefenpsychologischen Paartherapie gehen wir davon aus, dass wir uns unbewusst PartnerInnen suchen, in denen wir auf ähnliche Weise behandelt - und leider auch verletzt - werden wie es uns 

in der Kindheit widerfahren ist.

 

Obwohl wir anfänglich in diese neue romantische Liebe besonders viel Hoffnung legten, kommt es mitunter sehr bald zu Verletzungen und Kränkungen. Und da sich die Partnerwahl zum größten Teil unbewusst vollzieht und meistens mit dem tiefen (unbewussten) Wunsch verbunden ist, dass alte Verletzung nun geheilt werden mögen, trifft uns dies bis ins Mark . Wir sind enttäuscht, verletzt, ernüchtert, desillusioniert etc.

 

Zu erkennen und zu respektieren, dass die/der Auserwählte nun einmal ähnliche Grenzen und Unvollkommenheiten wie früher unsere Eltern hat, braucht oft viel Mut und Ehrlichkeit zu sich selbst und ist ein langer Weg. In der Paartherapie gehen wir sogar davon aus, dass ein Paar ungefähr zehn Jahre braucht, bis es in seine tiefe Harmonie findet und sich "zusammengerauft" hat. Die ersten gemeinsamen Jahre sind sozusagen die "Ouvertüre" bis man einen Gleichklang zweier unterschiedlicher Temperamente, Geschwindigkeiten, Charaktere und Bedürfnisse findet. 

 

Einige dieser Fragen und viel weitere beleuchten wir gemeinsam mit Ihnen:

  • Wie hängen frühere Verletzungsmuster aus der Kindheit oder aus früheren Beziehungen mit Ihren heutigen Partnerschaftsproblemen zusammen?
  • Wo tragen die tieferen Mechanismen Ihrer Beziehung dazu bei, Ihre aktuellen Schwierigkeiten zu befeuern?
  • Welche Rolle spielt die Beziehung/Ehe Ihrer Eltern in Ihrem eigenen Beziehungsleben?
  • Wie funktioniert Partnerwahl eigentlich? Warum gerate ich immer wieder an den/die "Falsche/n" - und ist diese/r "Falsche" nicht womöglich sogar genau der/die "Richtige"? etc.

Solange wir also diese alten Wunden, die jeder in sich trägt, nicht erkennen und heilen können, ist kein echter und dauerhafter Frieden in Sicht. Die erste Euphorie und Hoffnung weicht unweigerlich Kränkungen, Manipulationen und Machtkämpfen, die dazu dienen sollen, den alten Schmerz nicht nochmals spüren zu müssen. Viele Paare wenden sich an dieser Stelle frustriert voneinander ab oder schaffen sich zumindest "Ausgänge" wie Arbeits-Sucht, Sport, Handy, Pornosucht, Affären, resigniertes Schweigen und manchmal sogar Krankheiten etc.

 

Das muss jedoch nicht so kommen! Paartherapie stärkt das Vertrauen und die Verbundenheit der PartnerInnen wieder neu, auch wenn Sie schon sehr lange ein Paar sind und denken schon "alles" voneinander zu wissen. Lassen Sie sich überraschen, besser noch, überraschen Sie sich selbst und gegenseitig! Wir helfen Ihnen die Ursachen Ihrer Beziehungsschwierigkeiten zu erkennen und nachhaltig zu bewältigen. Schutzmuster wie Beziehungsflucht, Resignation, Affären etc. können dann aufgegeben werden, und Sie können Ihre Liebe zueinander wieder neu entdecken. Niemand sagt, dass dies mühelos ist und einfach, aber der Aufwand lohnt sich, denn die Qualität unseres Lebens wird von der Qualität unserer Beziehu


Und noch etwas:

Nicht alles Intime eines Paares muss jedoch unter die sprachliche Lupe der Paartherapie gezerrt werden, manchmal ist auch (Ver-) Schweigen Gold! Allerdings kein Schweigen aus Verzweiflung oder gar Wut und Resignation, und auch kein Schweigen um den Partner, die Partnerin zu bestrafen. Nein, ein gutes Schweigen aus Klugheit, um Abstand zu gewinnen und zur Dialog-Beruhigung - und aus Großzügigkeit und Liebe. Kleinere Schmerzen und Verletzungen vergehen dann, wenn man sie nicht zu sehr aufbauscht. Und Wesentliches bleibt erhalten, wenn man es nicht zerredet.


 

Äußerst sensible Phase:

Manchmal stellt sich im Prozessverlauf trotz intensivstem Bemühen heraus, dass es für beide PartnerInnen (und vielleicht auch für das Wohl von Kindern) besser und gesünder ist getrennte Wege zu gehen. Das ist eine sehr schmerzliche Erkenntnis für alle Beteiligten! Und daraus ergeben sich oft viele neue Fragen: Fragen wirtschaftlicher, sorgerechtlicher und vor allem emotionaler Art.

 

Das ist eine äußerst sensible Phase, und eine professionelle und sachliche Begleitung kann hier zu großer Schadensbegrenzung und Vermeidung von traumatischen Verletzungen führen, denn Wunden, die gar nicht erst entstehen, müssen später nicht geheilt werden!